Wir sind Schülerinnen und Schüler des Berufskolleg-Essen-Mitte

Wir sind neugierig, offen und engagiert - Wir überqueren Landesgrenzen - Wir überwinden Sprachbarrieren!

Wir engagieren uns aktiv handelnd.      

Es begann im April 2008  mit Ede, einem alten, fast blinden und tauben Kettenhund aus dem Ausland. Ede lebte ein Jahr mit uns.

Ede im Tierheim in UngarnEde aus Ungarn, ein Bild des Jammers, der Inbegriff der geschundenen Kreatur.

Ich berichtete meinen Schülern vom Schicksal vieler Tiere in süd-und osteuropäischen Ländern. Ich gab ihnen Internetadressen und bat sie, sich selber ein Bild zu machen - es war Juni 2008, eine Woche vor den Sommerferien.

Meine Berufskraftfahrerklasse überraschte mich mit einer Projektidee. Sie könnten zwar selber keinen Hund adoptieren, aber die Situation sei schon "krass", und deshalb wollten sie helfen. Sie wolltenSachspenden sammeln und alles  in ein ausländisches Tierheim bringen. Sie hatten bereits mit unserem Schulleiter ,Herrn Guthardt ,gesprochen und sein "ok "erhalten.

Ende Dezember 2008  ist aus der Projektidee ein Schulprojekt geworden, genehmigt durch einen Beschluss unserer Schulkonferenz. Viele Schüler sind dabei, Schüler verschiedener Bildungsgänge und Klassen, verschiedener Nationalitäten. Alle sind begeistert von der Idee zu helfen, etwas verbessern zu können.

Wir haben nicht aufgegeben als wir umdisponieren mussten, wir haben unsere Erfahrungen dazu genutzt, zu lernen und zu verstehen. Unsere Projektidee ist neu und innovativ, es gilt Vorurteile zu überwinden und den Beweis anzutreten, dass Schulpartnerschaften über gemeinsames soziales Engagement und Handeln ein Schritt in die richtige Richtung eines vereinten Europa sind.

Wir freuen uns auf den Kontakt und die gemeinsame Arbeit mit den Menschen unserer Partnerschule. Wir werden versuchen, unser Bestes zu geben, auch um Vorbild sein zu können für andere ähnliche Projekte. Gerne teilen wir unsere Erfahrungen und geben sie weiter.

Für mich ist es selbstverständlich, meine Schüler bei diesem Projekt zu unterstützen und zu begleiten. Ich bin stolz, Schüler zu haben, die Empathie besitzen und sich sozial engagieren. Ich bin tief bewegt von diesem Engagement.

Schüler zu berühren, sie zu sensibilisieren für Leid und Ungerechtigkeiten in der Welt, ihnen Mut zu machen, zu erkennen, dass jeder von uns seinen Beitrag zu einer positiven Veränderung beitragen kann, ist Motor meines pädagogischischen Handelns. Es ist egal, wie und wo man sich ehrenamtlich engagiert, Hauptsache ist, man tut es überhaupt.

Es ist für die Schüler wichtig, mit ihren Projekt erfolgreich zu sein.  Es wird ihren persönlichen Erfahrungshorizont erweitern. Hilfe für Tiere im Ausland ist nur möglich mit der Einbeziehung der Menschen vor Ort.

 

Elke Zygar-Niegl

Dezember 2008